Washi Tape DIY – Wall Art – Mountain Skyline

English version below!

Wanddekoration – DIY mit Tape

Hi ihr Lieben,

Lange nicht gesehen… Ich muss wirklich anfangen regelmäßiger zu schreiben! Ich arbeite daran, ich versprech’s!

Nach zweimonatiger Wartezeit sind wir nun endlich in unser neues Apartment in Edmonton eingezogen. Das warten hat sich allerdings gelohnt. Schau dir die Aussicht an! Okay, das ist jetzt vom Dach (20. Stock), aber die Aussicht aus dem 14. Stockwerk ist auch nicht schlecht.

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Bevor wir überhaupt in die Wohnung eingezogen sind, hat mir mein Freund offenbart dass ich für die Seele der Wohnung zuständig bin, sprich, dekorieren. Nach vielen Stunden Pinterest und mehrere Blogs später hab ich beschlossen wir machen etwas mit Washitape, auch Maskingtape genannt, für die die davon noch nie etwas gehört haben, können hier nachlesen was es genau ist. Wenn man auf Pinterest „washi“ „wall“ und „art“ eingibt kommen auch schon viele viele Vorschläge, was man mit seinen Wänden und Tape alles anstellen kann.

Dann ging es nur noch um die Frage was machen wir. Es gibt tausende Möglichkeiten. Da mein Freund ein totaler Bergfanatiker ist und ich auch schon dazu mutiert bin UND wir natürlich auch ein Stück Heimat in der Wohnung haben wollten, haben wir uns für einen Berg als Motiv entschieden. Wir haben uns für den Watzmann entschieden. Toller Berg, anstrengender Berg. Ich war da schon am Gipfel oben! Hier schon mal ein eine kleine Vorschau wie das ganze am Ende aussieht:

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Dann haben wir uns noch dazu entschlossen, dass wir eine Fotogallerie an einer Wand haben wollen. Da wir ganz viele Fotos wollten und nicht so viele Rahmen kaufen wollten, aber dennoch den gerahmten Look haben wollten, haben wir kurzer Hand auch die Bilder mit Tape aufgehängt.

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Außerdem haben wir zum „üben“ auch noch eine kleine Wand mit abstrakteren Formen gemacht. Dreiecke in Gold und Schwarz.

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Fangen wir mal damit an. Im Prinzip haben wir uns eine schmale Wand dazu ausgesucht und haben ganz „wild“ Drei- und Vierecke verteilt.

Abstrakte Formen

Du brauchst: 
Schwarzes Maskingtape
Goldfarbenes Maskingtape
Cutter oder eine Schere

Anleitung: 
Bei abstrakten Formen legst du einfach los, indem du das Tape von der Rolle abrollst und an die Wand anbringst und in der gewünschten Länge abschneidest. Ich habe die Enden immer etwas überlappen lassen, und danach mit dem Cutter so abgeschnitten, dass es genau abschließt.

 

Bilderrahmen

Du brauchst:
Fotoabzüge (z.B. kannst du dir deine Fotos in einer DM Filiale ausdrucken oder im Internet bestellen z.B. bei Cewe oder Photobox)
Maskingtape
Cutter
doppelseitiges Klebeband

Anleitung:
Überlege dir vorher ungefähr wie du die Bilder anordnen willst. Bringe dann doppelseitiges Klebeband (nur kleine Stückchen, das machst du nur, damit du es später einfacher hast das Maskingtape anzubringen) auf der Rückseite des Bildes an und klebe es an die Wand. Bringe dann rundherum, als Rahmen, das Tape an. Du kannst das in unterschiedlichen Farben machen, oder auch die Form des Rahmens variieren, oder einfach alle gleich aussehen lassen, ganz nach deinem Geschmack.

Wir haben goldene und schwarze Rahmen gemacht und ab und zu haben wir die Ecken abgeschnitten.

Bergsilhouette

Du brauchst:
Schwarzes Maskingtape
Goldfarbenes Maskingtape
Cutter
dünnes Papier/ Pauspapier
Bleistift
Lineal
Maßband

Anleitung:
Zu aller erst haben wir uns ein Bild vom Watzmann rausgesucht, auf dem der Blickwinkel zu sehen war, den wir haben wollten und auf dem die Silhouette klar zu erkennen war. Ich habe die Umrisse einfach am Bildschirm abgepaust (dünnes Papier oder Pauspapier funktioniert am besten. Ich habe einfach eine Seite aus einem Collegeblock rausgetrennt), damit ich die exakten Proportionen übertragen kann.

Wir haben die Wand ausgemessen, wo wir das Kunstwerk platzieren wollten. Danach haben dann einfach ein Zentimeter-Raster über das abgepauste Bild gezeichnet und dann schon die proportional vergrößerten Zentimeter-Angaben auf das Blatt geschrieben. Das selbe Raster haben wir auch an der Wand im skalierten Maßstab ausgemessen und mit Tape die wichtigen Punkte markiert. Wenn es kein spezieller Berg ist, müsst ihr das natürlich nicht machen, dann könnt ihr das mit dem Raster natürlich überspringen. Aber eine Skizze von dem gewünschten Motiv macht trotzdem manchmal Sinn.

Dann ging es auch schon zur Sache und wir haben wild losgetaped. Mit dem Zollstock/Maßband bewaffnet haben wir immer wieder von den Markierungen aus gemessen, um die Proportionen genau zu treffen. Es ist wichtig, dass man immer wieder auf der Skizze schaut, wie hoch die Zacken sein müssen. Zuerst haben wir den groben Umriss getaped und dann später haben wir die Details eingebracht und die Dicke des Tapes an einigen Stellen variiert, um ein weicheres Gesamtbild zu erhalten. Zum Schluss haben wir noch ein Gipfelkreuz angebracht, das is natürlich total optional… Aber für mich gehört das einfach dazu!

 

Viel Spaß mit dem DIY! Wenn ihr eure Wände auch mit Tape verschönert, wäre ich super glücklich wenn ihr mir eure Kunstwerke zeigen würdet!

Liebe Grüße,
Eure kleine Avocado, Lisa


English version:

Wall Art DIY using Washitape

Hey all!

Long time no see. I really have to start posting regularly! I am working on it, I promise!

Finally, after two months of waiting we moved into our new Apartment in Edmonton … But all the waiting was worth it. Just look at that view!

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Before we even moved in our apartment, my boyfriend put me in charge of giving the rooms a soul, means I am in charge of the decoration. After spending a lot of  hours on Pinterest and many Blogs, I decided we go for something with Washi tape, or also known as masking tape. For all of you, who never heard of it before, you can look it up here. And when you type in „washi wall art“ on Pinterest, you get tons of search results, what you can do with your wall and tape.

So, now with a thousand possibilities we only had to choose the subject, what we wanted to put on our wall. Because my boyfriend is a huge mountain/hiking/climbing fan and I am also converted to one AND we wanted to have a piece of home country in our apartment, we decided to choose a mountain called Watzmann. Looks great, doesn’t it? It is a great mountain, an exhausting mountain. I’ve been to the peak! So here is a quick preview on how it looked in the end:

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We also wanted to have a gallery wall with lots of photos, yet we didn’t want to buy picture frames for so many photos. But we wanted to have the look of frames. So we thought, why not hang those photos also with tape?!

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Before we started with the more complex stuff we practiced on a smaller wall by creating some abstract shapes with black and golden tape.

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Let’s start with the abstract shapes. Basically, we chose a smaller wall and randomly distributed triangles and quadrangles on the wall.

Abstract shapes

You need: 
Black washi tape
Golden washi tape
cutter or scissors

Instructions: 
I started simply with peeling the tape off the roll and attaching it on the wall. Cut it off with your scissors or cutter in the desired length. I let the ends overlap at first and trimmed them afterwards, so they end evenly.

Pictureframes

You need:
Photos
Washi tape
Cutter
double-sided adhesive tape

Instructions:
Think about how you roughly want to arrange the photos on the wall. Attach the Photos with the double-sided adhesive tape to the wall by using just a small piece of the adhesive tape. (You do this, so you can arrange the pictures first. It’s easier to frame them later with masking tape.) Then frame it with the washi tape in the desired color and shape of the frame, it’s up to you and your desire!

We did black and golden frames and sometimes cut off the corners of the frame for a more interesting shape. Have fun!

Mountain skyline

You need:
Black washi tape
Golden washi tape
Cutter
tracing paper or any other thin paper
pencil
ruler
measuring tape

Instructions:
First we looked for a photo of „Watzmann“ in wich you can see it from the perspective we wanted to have. And also one where the silhouette was clear. I traced the contour on my laptop screen (just use a thin paper, tracing paper would work best and place it on your screen and carefully trace the lines), so that you have the exact proportions.

We measured the wall, where we wanted to place the artwork. Then draw a centimeter (or use inch 😉 ) grid over the traced picture and calculate the proportional scaled measurements and write it down. Use the same grid on your wall, using the scaled measurements and mark a few points of the grid with tape. If you don’t want to do a motif of a particular mountain then you can skip the step with the grid.  Sometimes a sketch of the picture is not a bad idea, though.

Then we started with the fun part – taping! Armed with the measuring tape, we measured from the marked grid points and checked the sketch regularly for how high the peaks had to be. We started with the rough contour. Later, we added some details and varied the thickness of tape, to get an overall smoother picture. The final touch was the summit cross, of course it is optional… But for me it’s mandatory!

 

Have fun with the DIY and if you create something yourself I would be happy if you show me! 🙂

Your little avocado,
Lisa

The Story of Fire and Ice – Traveling in Iceland

Urlaub zwischen Feuer und Eis – Reise nach Island

English version below!

kerlingarfjöll

Hallo ihr lieben,

ich habe bemerkt dass ich mir entweder Notizen machen sollte, oder einfach den Blogeintrag gleich schreiben sollte wenn die Eindrücke frisch sind. Es ist sowieso schon viel zu lange her, ich war dort Mitte September, haha. Aber lasst mich aus meinem Gedächtnis die 5 Tage in Island und meine Erfahrungen übers alleine Reisen  rekonstruieren…

Tag 1 – Abschied in Deutschland & Ankunft in Island

Bis ca 3 Tage vor meiner Abreise war ich sehr entspannt und habe es gar nicht so überrissen dass es bald soweit ist. Als es dann immer näher rückte hab ich in immer kürzeren Abständen die Krise bekommen und gedacht ich bekomme nicht mehr alles geregelt. 2 Tage vor Abreise hat mir meine Schwester auch noch gesagt sie kann nicht mit nach Island kommen. Es war schon alles geplant und gebucht und das wäre noch ein toller Abschieds-Urlaub mit meiner Lieblingsschwester – ich habe nur eine – vor Kanada gewesen. Warum Sie nicht mitkommen konnte? Dazu mehr später… Am Tag der Abreise bin ich mit meiner Mama und meiner besten Freundin nach München gefahren, erst meine Schwester besuchen und danach zum Flughafen. Am Flughafen beim Abschied musste ich doch auch weinen, bin halt doch nah am Wasser gebaut… Goodbye Germany für mindestens 1 Jahr, schnief.

Iceland Air hat relativ günstige Flüge nach Edmonton und ist praktisch, weil man viel Gepäck mitnehmen kann (2 Gepäckstücke mit einem Gewicht von jeweils bis zu 23 kg!) und man kann bei Flügen von Europa nach Kanada und USA und umgekehrt einen kostenlosen Stopover in Reykjavik machen – und das bis zu 7 Tage. Kann ich also nur empfehlen! Am Flughafen Keflavik angekommen bin ich in den FlyBus gehüpft und vom Busterminal in Reykjavik in ein Taxi, da ich alleine meine zwei großen Koffer und das Handgepäck nicht durch halb Reykjavik schleppen wollte… Eigentlich war geplant den Stadtbus zur Unterkunft zu nehmen, aber da haben mir die zwei helfenden Hände meiner Schwester gefehlt.

Endlich in der Airbnb Unterkunft angekommen! Olof und Jon, die Vermieter des Zimmers waren super nett und haben mir mit meinen schweren Gepäck geholfen und das Zimmer war auch ausgesprochen günstig! Reykjavik an sich ist ja ziemlich teuer… Es war zwar nicht mitten im Zentrum aber ich bin oft auch zu Fuß 30-40 Minuten in die Stadt gelaufen, war ja Urlaub und ich hatte keinen Stress!

Tag 2 – Westisland Roadtrip mit einheimischen Privat-Guide

Noch in Deutschland habe ich über eine Carpooling Website eine Annonce gefunden von einem einheimischen Hobbyfotografen der einen Road-Trip in Westisland geplant hat. Er würde auch für uns bei den typischen Golden Circle (oder wie er es nannte: „Brown Circle“) Sehenswürdigkeiten halten und dann geht es weiter in den Norden zwischen zwei Gletscher durch in ein geothermales Gebiet und noch weiter Richtung Nord-Westen um bei Einbruch der Dunkelheit die Nordlichter zu sehen. Genau das was ich mir vorgestellt habe!

Ich wurde um 9 Uhr morgens abgeholt, noch dabei waren ein Australier und eine Litauerin. Unser erster Halt war in Þingvellir, wo geologisch betrachtet die Grenze zwischen Europa und Amerika verläuft. Hier in Thingvellir driften die Kontinentalplatten von Amerika und Eurasien im Durchschnitt ca. 2 cm im Jahr auseinander. Der Ort ist seit 1930 ein Nationalpark und wurde von der UNESCO als Weltkulturerbe aufgenommen.

Weiter ging es zum Geysir „Strokkur“ des „Brown Circles“. Übrigens: Brown Circle, weil bei diesen Sehenswürdigkeiten täglich so viele Touristen sind, dass diese einen braunen Trampelpfad hinterlassen. Und tatsächlich sind dort richtige Menschenmassen! Nichts desto trotz bin ich sehr froh, dass ich die Tour gleich mit dem Roadtrip abhaken konnte – muss man schon gesehen haben, ist sehr beeindruckend. Der Geysir brodelt so vor sich hin und alle 10 Minuten bricht er aus und es gibt eine bis zu 35 m hohe Fontäne, und das bis zu 3 mal hintereinander. Auch die dritte Sehenswürdigkeit, der Gullfoss Wasserfall war ziemlich beeindruckend aber es waren dort auch ziemlich viele Menschen, deswegen haben wir uns auch nicht sehr lange dort aufgehalten.

Damit hätten wir den Golden Circle abgehakt und es wurde erst so richtig spannend. Wir sind Richtung Norden weitergefahren einen kurzen Abstecher von der „richtigen“ Straße auf eine Kiesstraße die auf einem Kiesparkplatz geendet hat, was aber den Fahrer nicht gestört hat und wir sind einfach durchs Flussbett und ohne wirklichen Weg/Pfad/Straße durch die Landschaft geschaukelt. Als es sehr steil wurde und der Untergrund nicht unbedingt Fahrzeug-freundlich war meinte er ob es okay ist wenn er stehen bleibt und wir die letzten 20 m zu Fuß gehen. OH JA, BITTE DANKE! Die verrückte Autofahrt hat sich aber gelohnt, der milchige Gletschersee und der Wasserfall und die Sicht auf den Gletscher hat mich die Fahrt vergessen lassen!

Den gleichen weg zurück… Wir fuhren wieder auf der nicht vorhandenen Straße bis zum Kiesweg und dann auf die geteerte Straße, ein bisschen Froh war ich schon. Es war schon halb 4 Nachmittags und wir sind Richtung Kerlingarfjöll aufgebrochen. Ein geothermisches Gebiet. Dort angekommen haben wir das Auto geparkt und sind über Treppen und durch den schwefeligen Dampf weiter gegangen um einen unglaublichen Ausblick genießen zu können. Teils Rotbraune teils gelbliche Erde, grauer Schlamm, der teilweise etwas grünlich war, weiße Schneefelder und weißer Dampf und dazu blauer Himmel. Tolle Farben. Ich war im Foto-Himmel! Zurück im Auto sind wir noch weiter in den Norden, vorbei an weiteren Wasserfällen in einer atemberaubenden Landschaft. Es wurde schon langsam dunkel und wir sind an einer Tankstelle stehen geblieben um uns die Zeit zu vertreiben, Essen zu kaufen und natürlich um zu tanken. Ich habe das teuerste Essen meines Lebens an einer Tankstelle gekauft. Für einen mickrigen Wrap mit Kichererbsen und einen Müsliriegel habe ich umgerechnet ungefähr 21,– € gezahlt. Wie bitte?!

Endlich wurde es dunkel und der Aurora Forecast sagte uns dass wir heute mittelprächtig bis gute Chancen hätten Nordlichter zu sehen, das Wetter hat auch mitgespielt. Und tatsächlich! Wir haben welche gesehen. Svennin, unser Fahrer und Hobbyfotograf hat mir auch noch Nordlichter-Fototipps gegeben und ich hab auch ein paar ganz gute Bilder hinbekommen. Ca 20 Minuten hat das Spektakel gedauert, dann war es auch schon vorbei und wir sind weitergefahren um vielleicht noch wo anders die Nordlichter zu sehen. Leider war es auf dem weiteren Weg immer bewölkt und wir sind ohne Halt nach Reykjavik gefahren. Nichts desto trotz war es ein unglaublicher Tag und ich hab so viel gesehen und ich bin so froh dass ich das Inserat auf der Website gefunden hab. Glückstreffer!

 

Übrigens, für die, die es interessiert, die Tour auf Google Maps habe ich für euch hier.

Tag 3 – Whale Watching und Schwimmbad

Ich bin am Vortag ziemlich spät nach Hause gekommen, deshalb hab ich schön ausgeschlafen, gefrühstückt und bin erst am späten Nachmittag losgegangen Richtung Innenstadt und bin durch die Fußgängerzone bis zum Hafen runter gegangen, wo auch die Whale Watching Tour losging. Erfolgreich habe ich mein zweites Whale Watching Ticket an zwei Engländer verkauft, die sich über ein Schnäppchen gefreut haben (Online Booking war billiger) und ich mich darüber dass ich es losgebracht habe. Übrigens wollte meine Schwester unbedingt Wale sehen. Ich wäre lieber zu Blue Lagoon gefahren oder wäre auf den Berg gegangen oder sonst irgendetwas. Als wir losgefahren sind wusste ich auch nach ein paar Minuten warum ich nicht unbedingt Wale sehen muss. Mir war echt übel. Ich habe aber ein gutes Drittel der Fahrt durchgehalten und auch ein paar Delphine gesehen und dann bin ich unter Deck und habe versucht zu schlafen, damit die Fahrt schnell vorbei ist. Hat ganz gut geklappt. Also es is echt eine coole Tour, und wenn man Glück hat sieht man Wale, aber wenn man leicht Seekrank wird ist es nicht so lustig. Zurück an Land hab ich mir ein nettes Café gesucht. Laundromat Café, es gab auch ein paar vegane Sachen, ein veganes Sandwich, Suppe, etc. Habe das vegane Sandwich gegessen, war super Lecker und der grüne Tee war auch gut. Vor allem brauchte ich etwas Warmes nach der Bootsfahrt.

Auf dem Rückweg bzw. auf dem Weg ins Schwimmbad war ich noch ein bisschen bummeln und hab geschaut was es so gibt und habe ein paar Postkarten gekauft. Und zwar von einer Illustratorin die wirklich schöne, originelle und lustige Postkarten macht. Mal was anderes. Hier der Link zu den Postkarten, die gab es wirklich überall zu kaufen. Dann bin ich ein bisschen im Kreis gelaufen und habe das Schwimmbad gesucht, hat sich ganz schön versteckt. Und zwar in diesem hier: Laugardalslaug und war das ziemlich nah an meiner Unterkunft. Es gibt ganz viele dieser Thermen/Schwimmbäder in ganz Island und es is relativ günstig und es war ein guter Abschluss des Tages.

Tag 4 – Free Walking Tour & Auf eigene Faust Reykjavik erkunden

Am vierten Tag stand die kostenlose Walking Tour von Citywalk auf dem Programm. Die Tour war sehr lustig, der Guide Marteinn hat  es sehr informativ aber auch wirklich lustig gestaltet. Zum Beispiel sind wir an der ansässigen Highschool vorbeigegangen und er hat uns deren Park-System erklärt. Weil der Parkplatz so klein ist parken sie sich gegenseitig ein weil sowieso alle zur selben Zeit nach Hause fahren. Falls es mal einen Notfall gibt haben und jemand früher weg muss haben alle Schüler einen Zettel hinter der Windschutzscheibe hinterlassen, mit Klassenzimmer und teilweise Telefonnummer, damit man die betroffenen Leute kontaktieren kann.

Ein anderes Beispiel ist z.b. die Ingolfur Arnarson Statue. Der haben Sie während der Gay Pride Parade einen pinkfarbenen Lippenstift verpasst. Wir durften auch Lakritze probieren und er hatte von isländischen Hausfrauen gestrickte Bierdosen Handschuhe dabei, die man auch kaufen konnte.  Die Tour kann ich jedem ans Herz legen, man zahlt nichts oder nur so viel wie man möchte, in jeglicher Währung. Super Konzept! 🙂

Der letzte Tag war nur noch packen, zum Flughafen fahren und dort auf den Flieger warten. Worüber ich mich total gefreut habe, dass es am Flughafen in Keflavik einen Joe&the Juice gab. Da hab ich mir vor dem Abflug natürlich gleich einen Smoothie gegönnt. Grell Pink, mit roter Beete „Heart Beat“. SO LECKER! Ich liebe Joe&the Juice.

Alleine Reisen – Warum und wie es war

Meine Schwester hatte sich etwas über einen Monat vor unserem Urlaub ein Muttermal entfernen lassen, was an sich nichts schlimmes ist und so ein Eingriff dauert auch nicht lange. Normalerweise sollte das in einem Monat sogar schon soweit verheilt sein, dass man überhaupt nicht mehr eingeschränkt ist geschweige denn etwas davon merkt. Nicht in diesem Fall… Ich bin kein Arzt und kann es wahrscheinlich nicht beurteilen, aber eine andere Ärztin die die Fäden ziehen sollte und die Wunde nach ein paar Tagen angeschaut hat ist aus allen Wolken gefallen und meinte was die da gemacht hätten weil es überhaupt nicht geheilt ist und es sogar so schlimm war dass sie jetzt in regelmäßigen Abständen zum Hautarzt musste um zu überprüfen ob es anfängt zu heilen oder nicht. Lange Rede kurzer Sinn… Kurz vor unserem Urlaub haben die Ärzte dann beschlossen dass es nicht besser wird und dass sie in die Klinik muss, zur Beobachtung. Da war schon ca. ein Monat vergangen und die Wunde machte nicht mal irgendwelche Anstalten zu heilen. Zwei Tage vorher hab ich dann mit meiner Schwester telefoniert und sie meinte dass das nichts wird. Wir waren beide sehr traurig.

Ich hab für sie den Flug storniert, man bekommt ca. 50% vom Betrag zurückerstattet. Der Service von Icelandair war übrigens ausgesprochen freundlich. Das muss ich wirklich loben! Wir haben Sie am Tag meiner Abreise noch im Krankenhaus besucht und ich bin ohne Schwesterherz ein bisschen bedrückt nach Island geflogen. Ich war noch nie alleine im Urlaub, muss aber sagen, dass es auch seine Vorteile hat, weil man einfach tun und lassen kann was man will und wenn man keine Lust hat und heim gehen mag, geht man einfach heim. Wobei ich mich mit meiner Schwester so gut verstehe dass wir uns zu 99% einig sind bei den meisten Dingen, die wir tun wollen oder nicht. Ich habe einfach das beste daraus gemacht.

Bis bald, mit einem DIY-Projekt, meine ersten paar Wochen in Edmonton oder einem Rezept… wer weiß was kommt 😉

eure kleine Avocado,
Lisa


English version:

Between Fire and Ice – Traveling in Iceland

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Hey Guys,

I know now that I should take notes or write the blog article right away when the impressions are fresh. It took me to long anyways. I was there mid September, haha. But let me reconstruct my thoughts of the 5 days in Iceland and my expericence with traveling alone…

Day 1 – Goodbye Germany & Arriving in Iceland

I was so relaxed until 3 days before my departure (I am leaving Germany for at least a year!) and it took my that long to realize that the day is right around the corner. As the day was getting nearer I lost it – many times and I though I will never get everything done until then. 2 Days before my departure my sister told me that she couldn’t come to Iceland with me. Everything was planned out and booked and this would have been our awesome „Goodbye Trip“ before Canada, together with my favorite sister (I only have one). Why? More to this later… On the departure day my mum, my best friend and me drove to Munich, first to visit my sis and then to the airport. Finally I had to say Goodbye at least for one year and there were a few tears, really emotional… sniff

Iceland Air has comparative low priced flights to Edmonton and is really convenient, because on intercontinental flights you can take a lot of baggage with you (2 bags weighing up to 23kg (50lbs) each) and you can make a stopover in Reykjavik on a flight from Europe to Canada/USA and the other way around – up to 7 days! Sounds great right?
So I arrived at the Airport in Keflavik and hopped on the FlyBus to the bus terminal in Reykjavik, from there in a taxi, because I didn’t want to carry my two big bags and hand luggage through the whole city. The original plan was to take the city bus to the place we are staying but for that the two helping hands from my sister were missing.

Eventually I arrived at the house of the airbnb hosts! Olof and Jon, the hosts were really friendly and helped my with my heavy bags and the room was also a real bargain. Reykjavik is in princible a really pricy city… Anyways… the room was not in the city center. I took my 30-40 minutes by foot, but this didn’t bother me, because I had time, I am on vacation, right?

Day 2 – Western Iceland road trip with a native private guide

Back in Germany I found a post on a carpooling website from a iclandic hobby photographer who planned a road trip on the west part of Iceland. He would also stop for the typical golden circle (Or how he said it „brown circle“) sights. After that we would head north past two glaciers to a geothermal area and then further north-west so that we can see the northern lights when it’s getting dark. That was what I imagined, this was what I want to do!

He picked me up at 9 a.m. and with him were already a Australian guy and a girl from Lithuania. Our first stop was Þingvellir, where Iceland is divided in a European part and an American part, at least through the eyes of a geologist. Here in Thingvellir the tectonic plates of America and Eurasia are drifting approximately 2 cm apart each year. The Place is a national park since 1930 and UNESCO listed it as World Heritage Site.

We drove to our next stop on the „brown circle“ the Geysir „Strokkur“. btw: brown circle, because there are so many tourists visiting the sights each day they leave a brown dirt trail behind. And really, the places are crowded. Nevertheless, I am so glad that I visited these sights with this private trip and not as a full touristy day trip. You have to see it, for sure, but you don’t have to spend a whole day there. The Geysir is bubbling away and every 10 minutes it erupts in a 35m fountain and that up to 3 times in a row.
Also the third sight, the Gullfoss waterfall, was really impressive as well. It was crowded as well but we didn’t spend much time there anyways.

So that was it for the Golden Circle and I had the feeling that the tour really got started. We headed north and made a little detour. Away from the „proper“ street and further on a dirt road wich ended in a parking area. The driver didn’t get worried by that fact and we drove on an non-existing bumpy trail through the landscape. As it got really steep and the ground was not meant to drive with a vehicle on it he asked us if it is okay if he stopped here and go the last 20 m by foot. OH YES PLEASE! Although, the crazy ride was worth it. The milky glacier lake, a waterfall in the front and the sight on the glacier in the back let my forget the bumpy ride.

But of course we had to take the same way back… We drove again on the non-existend trails to the dirt road and back on the tarred road. It was 3:30 p.m. on this point and we headed towards Kerlingarfjöll, a geothermal area. We parked the car hiked a path with many stairs through the sulfurous steam to enjoy a spectacular view. Partly Terra cotta colored earth partly yellow, grey mud, which was sometimes also greenish, white snowfields and white steam and if that wasn’t enough – blue sky. Amazing colors. I was in photography heaven! Back at the car we drove further north trough a breathtaking landscape. We stopped at a gas station to kill time, buy food and of course to fill the car with gas. For a teeny-tiny wrap with chickpeas and a granola bar i payed about $30. Like… Whaaat?

Finally it got dark and the Aurora Forecast said there was a fair to good chance to see northern lights today. The weather cooperated too. An for real! We saw the northern lights. Svennin our driver, guide and hobby photographer gave me some advice how to capture it with my camera, and I managed to take some really good ones. It lasted approximately 20 minutes and then it was over. We drove further west but we didn’t saw more of the northern lights. Additionally the weather was mostly cloudy in the western part. So we didn’t stop again and drove right to Reykjavik. Nontheless, it was a incredible day and I saw so much in just one day and I am really glad I found the post on the website. Lucky strike!

If you are interested, you can see the full tour on google maps here.

Day 3 – Whale watching and swimming pools

Because it was really late yesterday when I came home, I slept in and had a late breakfast and started walking to the city center in the afternoon. I went through the pedestrian area to the harbor, where the Whale Watching Tour started. Luckily I managed to sell my second ticket to a British couple. They were happy because the made a bargain (online booking was cheaper) and I was happy that I got rid of it. And for the record my sister was the one who wanted to see the whales. I’d rather go to the Blue Lagoon or go hiking or something else. As the ship laid off I realized after a few minutes why I don’t necessarily have to see whales. I got really sick. I managed to stay strong for a third of the tour. I took some photos of dolphins. But then I went below and tried to sleep, so that the tour will be over fast. It worked. It was really nice and if you are lucky you see some whales but if you like me and get see sick really easily maybe your better of with something else. Back on land I found a nice little Café. Laundromat Café, they had also some vegan stuff. A vegan sandwich, soup, and so on. I had the vegan sandwich with some green tea. It was really good. I needed something warm and comforting after the tour on the boat.

On my way back, or better on my way to the swimming pool I went shopping and bought some post cards. And they had amazing cards from an illustrator and she makes really creative and funny things. Different. Check it out here. You can buy them nearly everywhere in Reykjavik. Then I got lost on my way to the pool but eventually I found it. Laugardalslaug was the one I went to and it was really close to the airbnb accommodation. There are a lot of swimming pools like this all over Iceland and they are quite cheap and for me it was a nice ending to the day.

 

Day 4 – Free Walking Tour & Exploring Reykjavik on my own

On the fourth day I planned on doing a free walking tour (Citywalk). The tour was really funny and the guide Marteinn did a good job mixing the informativ part with a lot of humor. For example we went to the local high school and he showed us their parking system. The parking lot is really small so they park really close to each car and so a car in the back has to wait until all the cars are gone to drive out of the parking lot. But because everyone leaves the school at the same time this is not a problem. But if there is a emergency they leave a note with the class room and sometimes a phone number. Now, when somebody has to leave early he can contact the affected car owners.

Another example is the Ingolfur Arnarson statue. During the gay pride parade they colored his lips pink. He also gave us little licorice samples and he had a great inventions, a beer glove, knitted by Icelandic women, with him to sell them. If you go to Reykjavik you should really do this tour. You pay nothing, but you can donate (recommended!) if you want in any currency you want. Great Concept! 🙂

The last day was only packing up, going to the airport and waiting for my flight. But one thing I was really happy about. There was a  Joe&the Juice at the Keflavik airport! Of course I enjoyed a smoothie before I left. It was bright pink, with red beet called „Heart Beat“. SO DELICIOUS! I love Joe&the Juice.

Traveling alone – Why and my experience

My sister got a birthmark removed over one month before the trip to Iceland. It’s not a big deal and it doesn’t take very long. And normally it should heal within a couple weeks so that you are not limited in any way. But not in this case… I am not a doctor and I cannot judge in this way, but the other doctor who removed the stitches a few days later was speechless and asked what the other doctor did there because it didn’t heal at all.  And it was really bad and she had to visit the doctor now regularly every couple of days to let the doctors check on the wound and if it starts to heal. To cut the long story short. Not far from the departure date the doctors decided to put my sister in a clinic for medical observation. The wound was still there, and this after a month. Two days before departure I phoned with my sister and she told me she has to stay in Germany. We were both really sad.

I canceled her flight for her. Iceland Air was really nice and helpful on the phone and the gave here 50% back from the original price. Not too bad. I really have to say it was a good service. On the day of my departure we visited her in the hospital. I flew without my dear sister a little depressed to Iceland. I was never on vacation alone but I must say that it has its perks because you can do whatever you like to do. On the other hand I get along with my sister really well and we agree in 99% of the things we want or don’t want to do. But I made the best of it.

So guys, see you soon, maybe with a DIY-project, the first few weeks in Edmonton or with a recipe. Who knows whats next… 😉

Your little Avocado,
Lisa